Sportschützenverein  Mannheim

Historie des Vereins


Der PSV Sportschützenverein Mannheim ist eine Abteilung des Polizeisportvereins Mannheim.

Unsere Passion

Der Schießsport gehört zu den ältesten Sportarten. Die Schützenabteilung des PSV Mannheim bietet allen Schützen, ob mit sportlicher Präferenz oder als Freizeitsport, eine Heimat. Die Freude am Schießen in Wettkämpfen oder zur Entspannung prägt unser Schützenverein.
Natürlich wird neben der Beschäftigung mit dem Schießsport auch das gesellige Beisammensein gepflegt. Dafür haben wir unseren Clubraum oder die Vereinsgaststätte "Griechische Spezialitäten Restaurant im PSV-Schützenhaus"


   Vereinsgeschichte


Gründung

Was heute als Schützenabteilung des Polizeisportvereins Mannheim besteht, wurde am 4. Dezember 1924 als selbstständiger "Schützenverein der Polizeibeamten Mannheim" gegründet. Der erste Oberschützenmeister war bis 1933 Theodor Schey. Mangels einer eigenen Schießanlage war man Gast bei der SG-1744 im "Alten Schützenhaus" in Feudenheim. Zuerst wurde nur mit Pistolen geschossen, aber bald kamen auch Kleinkaliber- und Luftdruckgewehr hinzu. Der Verein genoss in Schützenkreisen hohes Ansehen und der sehnlichste Wunsch nach einem eigenen Schützenhaus mit Schießanlagen wurde immer lauter.

Bau des Schützenhauses    (siehe Bild oben)

Am 2. Oktober 1931 wurde anlässlich einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Bau eines Schützenhauses mit Schießanlagen beschlossen. Unter der Leitung von Bauingenieur Karl Zahnleiter wurde in Eigenarbeit der Bau an der Riedbahnbrücke erstellt, was zur damaligen Zeit kein leichtes Unterfangen war. Der Bau gelang und dank der guten Gastronomie, die das Haus bot, wurde es bald zu einem beliebten Ausflugsziel der Mannheimer Bevölkerung. Die Geschäfte florierten, und die Mitgliederzahl stieg.

Eingliederung in den PSV

Als 1933 Theodor Schey zurücktrat, zählte der Verein ca. 300 Mitglieder. Darauf konnte sein Nachfolger Hermann Rau stolz sein. Es wurde auch eine Damenabteilung gegründet die sich auch am Wettschießen beteiligte. Im Jahr 1935 wurde der Schützenverein dem Polizeisportverein als selbstständige Abteilung eingegliedert, was bis heute noch so besteht.

Die Nachkriegszeit

Der Zusammenbruch des "Dritten Reiches" 1945 machte dem Schießsport den Garaus, und Oberschützenmeister Rau ging in Pension. Nach der Genehmigung zum Wiederaufbau des Schützenwesens wurde im Jahr 1951 durch Otto Raischer der Versuch unternommen, die Schützenabteilung wieder aufzubauen. Es stellte sich bald heraus, dass die Abteilung nicht lebensfähig war, und so löste sie sich im Jahr 1952 wieder auf. Darauf gründeten Schützen den "Mannheimer Schützenverein", der auf seine früheren Rechte des ehemaligen "Schützenvereins der Polizeibeamten Mannheim" pochte und die Herausgabe des 1935 in den PSV eingegliederten Schützenhauses forderte. Daraus wurde nichts, und selbst die Zahlung einer Abfindung wurde abgelehnt. Was aus diesen Schützen wurde, das liegt im Dunkeln. Geschossen hatten sie, da sie ja keine eigene Schießanlage mehr hatten, bei den Blumenauer Schützen, dann verliert sich ihre Spur.

Neugründung der Schützenabteilung

Unter der Leitung von Paul Zimmermann wurde im April 1956 die Schützenabteilung neu gebildet. Es wurde zwar kein Wettkampfsport betrieben, denn das Schießen wurde als Hobby und zur Pflege der Geselligkeit betrieben. Im Jahr 1962 trat Paul Zimmermann zurück, und Alexander Schaffner wurde sein Nachfolger. Unter seiner Regie wurde 1963 der Anschluss an den Badischen Sportschützenverband vollzogen und fortan wurden Wettkämpfe geschossen. Die Abteilung wurde immer größer, und so musste die kleine Schutzhütte auf dem Pistolenstand durch eine größere ersetzt werden, die heute noch den Pistolenschützen dient. Auf dem Luftdruckwaffenstand herrschte ebenfalls beängstigte Enge, so dass es notwendig wurde, auch diese Anlage zu erweitern. Im Eigenbau wurde die Schießanlage 1966 fertig gestellt und in Betrieb genommen. Zu dieser Zeit war Schaffner kein Oberschützenmeister mehr, denn er trat 1964 zurück.

Ab 1965 wurde unser Schützenkamerad Hans Schuhmann Oberschützenmeister Er war wesentlich für den Aufbau und den Ablauf in der Schützenabteilung verantwortlich. Im Juni 2012 verstarb er nach Vollendung seines 80. Lebensjahres. 47 Jahre stand er an der Spitze der Abteilung und erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen; als Schütze, Schützenkönig, als Funktionsträger im Verein und Verband, aber ganz besonders als Mensch und Schützenbruder.

Umbau der Luftdruckwaffenanlage und Brände am 50m-Stand

Unter der Leitung des Oberschützenmeisters Johann Schuhmann bekam die Abteilung weiteren Zulauf, aber einige zog es auch wieder fort, so dass wir heute auf dem Papier ca. 110 Mitglieder zählen. Im Jahr 1982 wurde das Schützenhaus wieder zur Baustelle, und das Schießen mit Luftdruckwaffen musste eingeschränkt werden, denn durch den Bau der Fernheizung musste ein Teil der Schießanlage abgerissen werden. Als teilweise Entschädigung baute uns die Stadtwerke Mannheim eine geschlossene Schießhalle für Luftdruckwaffen, die wir 1983 offiziell einweihten. Doch noch vor der Einweihung der Halle brannte 1982 am Sonntag nach der Königsfeier der 50m-Stand aus. Im Sommer war er wieder aufgebaut und mit neuen Zuganlagen ausgestattet. Das Pech verließ uns nicht, denn am Tag unserer Hauptversammlung gab es bei Schweißarbeiten auf dem 50m-Stand eine Verpuffung von Klebstoffgasen und Isoliermaterial, so dass die Arbeit von Wochen zunichte war. Die Wiederinstandsetzung ging zügig voran, so dass der Schießbetrieb bald wieder aufgenommen werden konnte. Auch die sportlichen Erfolge blieben nicht aus, so konnten wir unzählige Male Kreis-, Landes- und deutsche Meister-/innen stellen.

Neuzeit der Schützenabteilung

Auf dem Pistolenstand wurde vor einigen Jahren eine neue moderne Duellanlage eingebaut und auf sechs Stände erweitert, die im Jahre 2008 mit einer Ampelsimulation ergänzt wurden, um ein Duellschießen wie bei Landes- oder deutschen Meisterschaften zu simulieren. 2006 wurden unter der Leitung von Gisela Frank fast jeden Samstag die Schießanlagen auf Vordermann gebracht. Während dieser Zeit wurden die Sandbunker der Schussfangbereiche unserer 25 und 50m Anlagen gesiebt und von alten Geschossen befreit, nötig gewordene Reparaturen durchgeführt und die letzten Spuren des Brandes von 1982 am 50m-Stand beseitigt. Kurz danach wurde der vordere Bereich des Schützenhauses aufbereitet, indem ein neuer Boden gelegt wurde und die Bäume im Biergartenbereich geschnitten wurden. Unterdessen wurde mit dem Bau der neuen Riedbahnbrücke begonnen, während der im Schützenhaus befindliche Spielplatz ebenfalls aufgefrischt wurde. Gegen Ende 2008 wurde mit dem Ausbau der Luftdruckwaffenanlage begonnen, der Mitte 2009 abgeschlossen war und eingeweiht wurde. Auch heute werden ständig Sanierungsarbeiten getätigt, damit wir immer auf dem neusten Stand mit unseren Anlagen sind und die behördlichen Abnahmen und Genehmigungen erhalten.

Die Schützenabteilung verfügt nun Dank Eigenleistung und einiger Sponsoren über eine moderne elektronische Messanlage zur Auswertung von Wettkämpfen in Luftpistole oder Luftgewehr, wie sie auch bei Meisterschaften oder bei Olympiaden genutzt wird.

Schlusswort

Nach schweren Rückschlägen im Schießsport, bedingt durch die vielen negativen Ereignisse in der Vergangenheit, geht es wieder aufwärts. Im Augenblick freuen wir uns über einen Zulauf an neuen Schützen. Vor allem an Jugendlichen. Auf unserem Luftpistolenstand haben wir eine Lichtanlage installiert, die es Jugendlichen ab 6 Jahren erlaubt, nur mit Licht zu trainieren.
Was bei den Schützen immer beliebter wird, ist das Schießen mit Ordonnanzgewehren, die immer am Sonntagmorgen geschossen werden. Darüber hinaus ist die Schützenabteilung 2008 eine Partnerschaft mit dem Wiesentaler Jagdverein eingegangen, mit der es nun möglich ist, auch das Wurfscheibenschießen zu nutzen.

Heute wird die Schützenabteilung von Johann Schuhmanns Nachfolger, dem Oberschützenmeister Karl-Heinz Scholz geleitet.